Haidnische Alterthümer

Arno Schmidt widmete viele seiner Rundfunk-Dialoge den seiner Meinung nach zu Unrecht »vergessenen Kollegen«, wobei er meist ein Werk besonders herausgriff, dessen Neuauflage empfahl. 1978 nahm der Verlag Zweitausendeins Schmidts Anregungen auf und startete die von Hans-Michael Bock herausgegebene Reihe ›Haidnische Alterthümer. Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts‹. Hier erschienen bis 2008 in lockerer Folge sorgfältig gestaltete Neuauflagen von Titeln, die entweder von Schmidt empfohlen wurden oder für sein Werk von Bedeutung sind.

Jeder Band wurde von einem Experten auf dem jeweiligen Themengebiet verantwortet und mit einem meist sehr umfangreichen Nachwort und Materialien versehen. Schmidt besaß aus der Reihe die ersten drei Bände: Jules Vernes ›Die Schule der Robinsons‹ (BVZ 655.27), Johann Karl Wezels ›Belphegor‹ (BVZ 372.1) und Wilhelm Friedrich von Meyerns ›Dya-Na-Sore‹ (BVZ 264.1).

Insgesamt erschienen folgende Bände:

In seinem letzten, Fragment gebliebenen Roman ›Julia, oder die Gemälde‹ lobt er die »verdienstvolle Reihe, die von 2001« (BA IV, 4, S. 78) und empfiehlt einen weiteren Band:

EUGEN SUE, ›Die Geheimnisse des Volkes‹ – (wogegen die von Paris ein Kinderspiel sind) – deutsche Übersetzung von Zoller, circa 1855: das müßte 2001 mal druck’n; da würden Köpfe rollen!
Zuletzt geändert: 27.3.2021